Allerseelen – Wie ein Baum, den man fällt?

Datum: 

02.11.2023

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Man sieht einen gefällten Baum der am Waldweg entlang liegt. Die Rinde des Baumes ist an einigen stellen abgeplatzt und einige Holzsplitter ragen aus dem Stamm heraus.

Gestern waren viele auf den Friedhöfen, um ihrer Verstorbenen zu gedenken. Da kommen manche auch ins Nachdenken über den eigenen Tod.
z.B. über die Frage: Wie möchten Sie einmal sterben? Wie ein Baum, den man fällt? Von einer Minute zur anderen einfach weg sein? Dieser Wunsch begegnet mir oft, und  natürlich steht da die Angst vor einem langen Leiden und unerträglichen Schmerzen dahinter.

Ich sage dann immer: ich kann das verstehen, trotzdem möchte ich, wenn ich es mir aussuchen könnte, so nicht sterben. Ich möchte gerne Abschied nehmen können von den Menschen, die mir wichtig waren. Ihnen danken und sagen, was sie mir bedeutet haben. Vergeben, was noch zu vergeben ist. Den Zurückbleibenden Segen wünschen.

Freilich, wir können es uns nicht aussuchen, wie wir gehen. Und vielleicht ist es darum ganz gut, wenn wir das auch jetzt schon immer wieder tun: Den Menschen, die uns wichtig sind, sagen was sie uns bedeuten, wo nötig miteinander ins Reine kommen und: einander segnen.

Einen gesegneten Tag wünscht Ihnen Pfarrerin Barbara Renger.